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SUCHTGEFAHR FÜR JUGENDLICHE |
| Viele Eltern können sich an den Tag erinnern, als ihre 14-Jährige Tochter oder ihr 15-Jähriger Sohn zum ersten Mal angetrunken nach Hause kam. Der Schock, die Verzweiflung und die Enttäuschung waren groß. Hatte man seinem Kind nicht ein wohlbehütetes Elternhaus geboten? Hatte man nicht geglaubt, sein Kind mit Fürsorge und Liebe aufgezogen und es bestens auf "die Welt da draußen" vorbereitet zu haben? Nur wer die Nähe zu seinem Kind hält, kann die Gefahr erkennen und die Alarmsignale deuten. |
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Die Alkoholeinsteiger heißen Alcopops |
| Im Laufe einer Disco-Nacht trinken viele Jugendliche locker 8 Flachen Alcopops. Das entspricht dann 16 Schnäpsen.So wird ihnen der Einstieg zum Trinken im wahrsten Sinne der Wortes " versüßt ". Schleichend vollzieht sich somit die Entwicklung zum regelmäßigen Alkoholkonsum. Jeder Dritte der 14- bis 15- Jährige hatte schon einen Vollrausch, bei den 16- bis 17-Jährigen ist es schon jeder Zweite. Die Zahl der jugendlichen Trinker steigt und das Einstiegalter sinkt. Das "Party-Saufen" ist " in " und je größer der Rausch, desto besser die Party. Man trifft sich am Wochenende, um sich richtig voll laufen zu lassen. Alkohol enthemmt und verspricht Erleichterung. Man traut sich eher mal in der Disco ein Mädchen anzusprechen. Trinken und Geselligkeit gehören zum " cool-sein ". |
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Die Sucht beginnt |
| Als Sucht bezeichnet man die Abhängigkeit von einem bestimmten Stoff oder einem Erlebniszustand, der durch eine Substanz wie zum Beispiel Alkohol ausgelöst wird. Der Alkohol in den Alcopops ist für die Jugendlichen besonders gefährlich. Durch den hohen Zuckergehalt wird der Alkoholgeschmack gar nicht bemerkt und gelangt aufgrund des steigenden Konsums - es werden mehr und mehr Alcopops getrunken - besonders schnell ins Blut und wirkt katastrophal. Es gibt keine körperliche Funktion, die durch Alkohol nicht beeinflusst wird. Denn Alkohol ist ein Zellgift. |
| Bei den noch in der Entwicklung befindlichen Teenagern können schon kleine Mengen " große Wirkung " zeigen. Durch wiederholtes Trinken werden Leber, Herz, Gehirn, Nerven und die Bauchspeicheldrüse in Mitleidenschaft gezogen und Langzeitschäden können die Folge sein. Auch gültige Verhaltensweisen verändern sich. Bereits bei 0,5 Promille nimmt die Kritikfähigkeit ab, Hemmungen werden herabgesetzt und Aggressionen steigen. Jeder Zehnte der 14- bis 16- Jährigen ist bereits alkoholsüchtig. Die Aufenthalte von Teenagern in Entziehungskliniken nehmen rapide zu. Es gibt schon Wartelisten. |